Samstag, 11. Februar 2017

Liebe geht durch den Magen - Zwei Leckereien zum Valentinstag


Spielverderber würden jetzt sagen: "Valentinstag? Das ist doch nur so ein Tag, den die Blumenindustrie erfunden hat, um mehr Geld zu verdienen!" oder "Wieso sollte ich jemandem nur an diesem Tag zeigen, wie sehr ich ihn / sie liebe?!" Grundsätzlich stimme ich zumindest Letzterem zu, aber für mich ist es auch immer wieder ein Anlass, etwas Themenbezogenes zu backen.


Auf der einen Seite gibt es eine Rolle aus Red Velvet Cake-Teig, der ein schokoladiges Aroma und eine schöne tiefrote Farbe hat. Dazu habe ich für Euch auch noch wolkige Kokos-Cupcakes gebacken, die je nach Thema verziert werden können. Ich habe mich für rote Herzen aus Fondant und einem Themenset von Wilton entschieden. Ich gebe es zu, beide Sachen benötigen etwas Geschick und Geduld, aber sie sind es am Ende des Tages wert :)

Da hier noch jede Menge Bilder folgen, habe ich für Euch einen "Weiterlesen"-Umbruch eingebaut, damit ihr Euch nicht ewig durch alle Bilder scrollen müsst, wenn Ihr den Post eigentlich nicht lesen wollt :) Für alle anderen: bitte hier entlang ↓ ↓ ↓ ↓ ↓ 



Die Red Velvet Cake Rolle ist für mich ein "No Brainer" für einen Anlass wie den Valentinstag. Alleine schon wegen der Farbe. Eigentlich ist so ein Red Velvet Cake entweder eine mehrschichtige Torte mit jeder Menge Frischkäse-Frosting oder ein Blechkuchen mit dem gleichen Frosting obendrauf.



Dieses Mal habe ich aber das Frosting nach innen gebracht und gerollt, damit es in jeder Ecke auch etwas von dem Kuchen und dem Frosting gibt.



Red Velvet Cake Rolle
Für 10 Scheiben

Für den Red Velvet Cake:
120g Mehl (0,04 Euro)
15g Kakaopulver (0,18 Euro)
1 TL Backpulver (0,02 Euro) 
1/2 TL Salz
4 Eier (0,88 Euro)
100g Zucker (0,07 Euro)
50g brauner Zucker (0,13 Euro)
30ml Rapsöl oder jedes andere neutrale Öl (0,03 Euro)
30ml Buttermilch (0,03 Euro)
1 TL Speiseessig (das bringt die rote Lebensmittelfarbe richtig schön raus und schmeckt man nachher überhaupt nicht mehr) 
1 EL rote Lebensmittelfarbe (als Gel) (0,49 Euro)
1 Päckchen Vanillearoma (0,25 Euro)
120g Puderzucker (zum Rollen später) (0,14 Euro)

Für das Frosting:
200g Frischkäse (0,53 Euro)
60g Butter (0,36 Euro)
210g Puderzucker (0,25 Euro)
1 Päckchen Vanillearoma (0,25 Euro)

Utensilien:
Backpapier
Küchentuch
Sieb
Backform (ca. 40x30 cm)

Wareneinsatz pro Scheibe: 0,37 Euro

Anleitung:
** Bitte lest Euch die Schritte gut vorher durch, dass Ihr auch bereit seid, wenn der Kuchen gestürzt werden muss. **

1. Den Ofen auf 175°C vorheizen und eine Backform mit Backpapier auslegen und das am Besten noch etwas einfetten, damit der Kuchen nach dem Backen auch einfach aus der Form kommt und sich von dem Backpapier lösen lässt.

2. Das Mehl, Kakaopulver und Backpulver miteinander vermischen und gut durchsieben, dass keine Klümpchen mehr darin zu finden sind.

3. Mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine mit Schneebesen die Eier für 5 Minuten bei höchster Stufe aufschlagen bis sie schön fluffig sind. Auf mittlerer Stufe die restlichen Zutaten hinzugeben bis sie mit der Eimasse gut vermengt sind. Dann die Mehlmischung hinzugeben und auf niedrigster Stufe unterheben. Der Teig sollte intensiv rot sein. Wenn nicht, könnt ihr hier gerne noch etwas Lebensmittelfarbe hinzugeben.

4. Dann wird der Teig gleichmäßig in die Form gegeben und für 17 Minuten durchgebacken. Diese Zeit kann je nach Ofen variieren.

5. In der Zwischenzeit wird ein Küchentuch auf der Arbeitsplatte ausgelegt und mit dem Puderzucker gleichmäßig bestäubt. Wenn der Kuchen fertig ist, wird er sofort auf das Küchentuch gestürzt. Dann kann das Backpapier abgezogen werden und der Kuchen wird von der schmalen Seite her aufgerollt. Das Ganze sollte langsam und behutsam passieren, denn der Kuchen ist noch warm und frisch und kann einfach reißen.

6. So aufgerollt im Handtuch kann der Kuchen nun abkühlen. Im Kühlschrank dauert das etwa 2 Stunden.

7. Nach der Abkühlphase kann der Kuchen wieder aus dem Kühlschrank genommen werden und sich an die Zimmertemperatur gewöhnen, während das Frosting gemacht wird.

8. Dafür wird der Frischkäse bei höchster Stufe für 1 Minute gerührt bis er cremig ist. Danach wird die Butter dazugegeben und mit dem Frischkäse verrührt. Danach wird der Puderzucker und die Vanille hinzugegeben und alles so lange miteinander verrührt bis es eine fluffige Masse ist, die sich auf dem Kuchen stabil verteilen lässt. Wenn das Frosting nicht stabil genug ist, könnt ihr noch Puderzucker bis zur gewünschten Konsistenz dazugeben.

9. Nun wird der Kuchen sanft wieder entrollt und geglättet. Dann wird das Frosting auf dem ganzen Kuchen verteilt bis auf etwa 1 cm um den Rand herum. Nun wird der Kuchen wieder zu einer engen Rolle zusammengerollt. Dabei kann es passieren, dass das Frosting an den Seiten wieder rauskommt, das ist nicht schlimm.

10. Auf einem Teller mit Frischhaltefolie abgedeckt für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank vor dem Servieren erkalten lassen. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Rolle noch mit etwas mehr Puderzucker verzieren.

Und nun zu den Cupcakes:


Dieses fluffige Frosting hat den großen Vorteil, dass es ohne Butter oder Frischkäse auskommt. Es ist also auch ideal für heiße Sommertage oder wenn die Cupcakes für längere Zeit mal außerhalb des Kühlschranks stehen sollen. 


Warten auf Godot...äh...die richtige Temperatur :D



Hier habe ich Euch die einzelnen Schritte des Frostings aufgezeichnet. Am Anfang war ich noch skeptisch, ob das denn überhaupt was wird, aber über die Zeit wurde es eines der tollsten Frostings, die ich jemals gemacht habe. Ja, es braucht eine gewisse Zeit und Geschick, aber mir gefällt das Frosting von der Konsistenz und Haltbarkeit viel besser als ein normales Buttercream-Frosting. (Und wie oft habe ich jetzt bitte "Frosting" gesagt? :D )


Wolkige Kokos-Cupcakes
Für 12 Stück

Für die Cupcakes:
170g weiche Butter (1,02 Euro)
265g feiner Zucker (0,18 Euro)
4 Eier (0,88 Euro)
265g Mehl (0,08 Euro)
75g Kakaopulver (0,90 Euro)
1 TL Backpulver (0,02 Euro)
2 Prisen Salz
220ml heißer Kaffee (0,30 Euro)
220ml Sahne (0,50 Euro)
1 Päckchen Vanillearoma (0,25 Euro)

Für das Frosting:
230g feiner Zucker (0,16 Euro)
150g heller Zuckersirup (eine Grundmasse stelle ich dafür immer aus 1 Teil Wasser und 4 Teilen Zucker her, die man für weitere Rezepte gut verwenden kann) (0,08 Euro)
80ml Wasser
150g Eiweiß (1,10 Euro) (ein Ei hat ca. 35g Eiweiß)
1 Päckchen Vanillearoma (0,25 Euro)
Kokosflocken (0,20 Euro)

Utensilien:
Muffinblech
Muffinförmchen
Sieb
Zuckerthermometer
Spritzbeutel und -tülle


Wareneinsatz pro Stück (bei 12 Cupcakes): 0,50 Euro


Anleitung:
** Bitte lest Euch die Schritte gut vorher durch. **

1. Den Ofen auf 175°C vorheizen und das Muffinblech mit den Förmchen auslegen.

2. Das Mehl, Kakao- und Backpulver und Salz gründlich in eine Schüssel sieben.

3. Mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine die Butter und den Zucker für etwa 5 Minuten zu einer fluffigen Masse aufschlagen. Danach die Eier nach und nach dazugeben bis sie gut eingearbeitet sind. Zum Schluss die Vanille hinzugeben.

4. Als Nächstes kommt die Hälfte Mehlmischung dazu, gefolgt vom Kaffee, danach wird die andere Hälfte hinzugegeben gefolgt von der Sahne, bis alles miteinander gut vermischt ist.

5. Der Teig wird auf die Muffinförmchen verteilt und für 16-18 Minuten gebacken.

6. Für das Frosting wird der Zucker abzüglich 3 EL, der Sirup und das Wasser in einen mittleren Topf gegeben und das Zuckerthermometer hineingestellt. Das Ganze wird bei mittelhoher Hitze auf 115°C erhitzt. 

7. In einer Schüssel wird das Eiweiß aufgeschlagen und nach einiger Zeit die restlichen 3 EL Zucker hinzugegeben. Wenn der Sirup die 115°C erreicht hat, wird er langsam in die Eiweißmasse getropft und so lange bei mittelhoher Geschwindigkeit aufgeschlagen, bis das Frosting weiß und fluffig und stabil ist (Das Ganze kann einige Zeit dauern - bei mir in der Küchenmaschine waren es rund 7 oder 8 Minuten - ich habe Euch die einzelnen Stufen des Frostings oben mal zusammengeschnitten). 

8. Dann wir das Frosting in einen Spritzbeutel gefüllt und auf die Cupcakes gespritzt. Das Frosting wird dann in Kokosraspeln gewälzt und kann dann mit den Fingern vorsichtig zu einer runden Kugel geformt werden.

Viel Freude beim Nachbacken! Gerne könnt ihr hier von euren Ergebnissen berichten oder mir eure Fotos davon mit dem Hashtag #jenseitsvoneden bei Instagram zeigen. Folgen könnt ihr mir bei Instagram übrigens auch. Dort bin ich lindavoneden .


Viele Grüße,

Kommentare:

  1. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass man den Kuchen mit Essig so knallrot kriegt. Es sieht wirklich toll aus! Danke auch für die Anleitungen, wie man Zuckersirup und das Frosting herstellt. Das ist mir vollkommen neu

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    1. Hallo Lila, freut mich, wenn es Dir gefällt :)

      Wie gesagt, das Frosting erfordert etwas Geduld und Können, aber dann ist es all die Mühen wert :)

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