Freitag, 19. Mai 2017

REGRETTING MOTHERHOOD - die Mutterglücklüge anhand von Sarah Fischers Buchveröffentlichung


Ich könnte an dieser Stelle einfach nur das neueste Buch, das ich gelesen habe rezensieren - aber das mache ich nicht. Meine Form der Rezension sieht in diesem Fall anders aus, denn das Buch dient hier nur als Vorlage zu einem Thema, zu dem ich mich gern äußern würde.

Eine Rezension des Buches „Die Mutterglück-Lüge: Regretting Motherhood – Warum ich lieber Vater geworden wäre“ von Sarah Fischer würde sowieso sehr kurz ausfallen: Eine Frau Ende 30 liebt ihren freiberuflichen Job, wird "spät" Mutter und fühlt sich zunehmend unwohl in der Rolle als Mutter. Das unwohle Gefühl beruht aber vor allem auf die Tatsache, dass sie nicht mehr so arbeiten kann wie zu Zeiten, bevor sie Mutter wurde. Kurz gesagt: Ehrlich gesagt habe ich mir hier mehr erhofft, über das Thema „Regretting Motherhood“ zu lesen als nur eine Frau, die ihr Leben trotz Kind nicht ändern will und gern wieder so arbeiten möchte wie bisher. Wenn man ein Kind in die Welt setzt, sollte einem klar sein, dass das alte Leben in dieser Form vorbei ist und sich nunmal Einiges ändert - möchte man das nicht, sollte man keine Kinder bekommen. Es fallen Diagnosen wie "Burn Out", worauf ich mittlerweile leicht gereizt reagiere, denn in meinen Augen ist der Begriff "Burn Out" einfach nur eine Diagnose, die gern genannt wird, um der Gesellschaft zu zeigen, wie stark man gearbeitet hat und einfach am Ende ist. Für mich ist das sogenannte "Burn Out" nichts anderes als Depressionen, schick verpackt in ein fleißiges Gewand, um keine Schwäche zu zeigen. Doch darum soll es hier auch nicht gehen.




Heute möchte ich euch gern meine Sicht zur Thematik Mutterschaft näherbringen. Dafür gehe ich rund vier Jahre zurück ins Jahr 2013. Ich wurde schwanger und erlebte eine schwierige Schwangerschaft als sogenannte "Risikoschwangere" - hoher Blutdruck, Schwangerschaftsdiabetes, es war kein Zuckerschlecken. Wo waren die Glückshormone? Die waren irgendwo in der Toilettenschüssel steckengeblieben, über der ich bis zur 20. Schwangerschaftswoche mehrmals täglich und danach mehrmals wöchentlich bis zum Ende hin hing. Ja, ich hasste es, schwanger zu sein und konnte das Ende kaum abwarten.


Auf dem Blog thematisierte ich das Thema Schwangerschaft überhaupt nicht. Ich sorgte rechtzeitig für "Ersatz", nannte "persönliche Gründe" für meine längere Abwesenheit und das Thema war durch. Ich wusste nicht, ob und wann ich zurückkehren würde zu meinem Blog, ich hatte einfach andere Probleme.

Die Geburt möchte ich nicht allzu sehr thematisieren, nur soviel: Es lief alles schief, meiner Tochter und mir ging es nicht gut. Doch das hatten wir irgendwann hinter uns gelassen und plötzlich lag ein kleines Menschlein in unserer Wohnung. Ich erfüllte die Dinge, die eine Mutter eben tut, blieb dem Blog aber weiterhin fern, denn ich hatte einfach keine Kraft dafür - die ging komplett für das kleine Bündel Leben drauf.

Als meine Tochter wenige Monate alt war, erlebte ich einen regelrechten Schwangerschaftsboom in der Bloggerwelt. Plötzlich wurden alle Frauen schwanger, nach und nach. Das mag natürlich am Alter der Mütter liegen (ich wurde mit 31 Jahren Mutter, viele andere Bloggerinnen waren nur wenige Jahre jünger als ich), aber von überall her kamen Meldungen, eine Schwangerschaft war plötzlich in der Bloggerwelt "in". Da waren sie plötzlich alle, die Schwangerschaftsupdates, Anschaffungen für das Baby, alles total fancy verpackt mit Bauchbildern und triefenden Glückshormonen. Ich muss sagen, dass ich hier immer wieder den Kopf schüttelte. Klar, Jeder muss selbst wissen, was er veröffentlicht, doch ich empfand meine Schwangerschaft als viel zu intim, um es zu thematisieren.


Auch jetzt, wo (fast) all diese Kinder auf der Welt sind, hat sich das Bild nur wenig verändert. Wo vorher in erster Linie Kosmetikprodukte gezeigt wurden, sieht man jetzt (meist gesponserte) Beiträge über Kinderprodukte, bebildert mit grinsenden Müttern, wie man es sonst nur aus der Rama-Werbung kennt - welch ein Glück, mein Kind gibt mir die größte Erfüllung, schaut her, wie glücklich ich bin - mein Kind seht ihr zwar nur von hinten, da ich es im Internet nicht zeigen will, aber dafür grinse ich vor Glück fast heulend mein Kind an und platziere das gesponserte Produkt geschickt in dieses vollkommende Glück. Versteht mich nicht falsch, auch ich gehe ab und an Kooperationen ein und auch ein Kinderprodukt war einmal dabei - doch ich rede von den Leuten, bei denen jeder 2. Beitrag vom Kind handelt und diese so gut wie immer gesponsert sind. Es wird ordentlich Geld verdient mit dem kleinen Bündel, denn mein Glück lasse ich mir gern bezahlen.

Dann gibt es noch diese Mütter, die jeden Tag ihren Instagramaccount vollpumpen mit Videos oder Bildern ihres Kindes. Dabei werden intimste Dinge preisgegeben (was würde mein Kind später zu mir sagen, wenn es weiß, dass ich es öffentlich für Alle aufgenommen habe, während es schief und undeutlich singt und dazu hoppelt, es zwar alle sooooo süüüüüß finden und das Kind ja sooooo unglaublich ist, dabei aber die Schleimspur endlos lang wird und die Mutter die Aufmerksamkeit, die sie wollte, wohlig grinsend bekommen hat? Auweia.), aber um zu suggerieren, dass man das Kind nicht öffentlich zeigt, wird eben entweder der Kopf nicht mit aufgenommen oder der ganze Spaß eben von hinten gezeigt - reicht ja auch. Dazu gibt es regelmäßig Worte der Mutter, die so unglaublich glücklich ist, dass sie die ganze Zeit heulen könnte und schon beim Anblick ihres Kindes voller Glücksgefühle platzt.

Ich liebe mein Kind über alles und würde alles für meine Kleine tun. Hätte ich vorher gewusst, wie die Schwangerschaft verlaufen ist und wie die ersten Monate mit Kind sind, würde ich mich trotzdem ohne jegliche Überlegung FÜR meine Tochter entscheiden - weil ich mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen kann und möchte. Doch ich habe keine Lust, Teil dieses "Wettbewerbs" zu sein. Es geht der Außenwelt - entschuldigt diese drastischen Worte - einen "Scheiß" an, wie gut mein Kind sprechen kann, Fahrrad fahren kann oder ob andere Kinder irgendwie besser, süßer, toller, spezieller und witziger sind. Denn es ist MEIN Kind, das reicht mir. Ich war nie eine Mutter, die ihr Glück kaum fassen konnte. Dafür gab und gibt es auch noch genug Momente, die mich nerven. Das sind Dinge, die sich nicht so gut machen auf einem Blog oder auf Instagram - eine Mutter, die die Augen rollt, während das Kind die halbe Hauseinrichtung auseinandernimmt und den Mittagsschlaf schon lange abgeschafft hat.


Es gibt Dinge, die ich als Mutter mittlerweile über alles hasse. Ich hasse Spielplätze, auf denen andere Mütter sind. Ich setze mich dann lieber woanders hin oder gehe eben weiter. Ich war nie in irgendeiner Krabbel -, PEKiP - oder Schlagmichtotgruppe, weil mich Mütter NERVEN. Jede weiß immer alles besser, Jede will Tipps geben. Wie jetzt, dein Kind macht noch in die Windel? Also mein Kind…. Dein Kind kann noch nicht bis 10 zählen? Ich will dir da nicht reinreden, aber was sagt der Kinderarzt dazu? Dein Kind ist hingefallen, hast du gesehen? Wie, du tröstest sie nur und lässt sie weiterspielen? Keine Arnika-Globulis? Ich hätte da welche! Willst du nicht? Willst du deinem Kind etwa nicht helfen? Nein, liebe Mütter, ohne mich. Ich bin keine Rama-Mutter sondern eine FRAU, die eben auch ein Kind hat. Das reicht mir.

Meine Kleine wird in ein paar Tagen 3 Jahre alt. Sie kommt bald in den Kindergarten. Mein Leben wird sich also wieder ändern - von einer Vollzeitmama zu einer Teilzeitmama. Ich weiß noch nicht, wie ich das erleben werde, aber es ist mir im Moment auch egal, denn meine Kleine will und braucht Spielkameraden, das sehe ich, wenn sie mit den Nachbarskindern spielt und darüber die Zeit ganz vergisst. Ich denke, ich werde froh sein, dass sie "aus dem Gröbsten raus ist" und ich wieder etwas mehr Zeit für mich habe. Deswegen liebe ich mein Kind trotzdem über alles.


Was also ist mein Fazit aus dieser Thematik? Ich bin weder die Übermutti noch gehöre ich zur Bewegung "Regretting Motherhood". Ich bin eine Frau, die ein Kind hat, froh ist, ein Kind zu haben, aber auch die eigene Freiheit und Freizeit braucht. Daher wird es von mir auch weiterhin kaum Kinderthemen auf dem Blog geben - ich schreibe schließlich auch nicht über meinen Mann (ja, juchu, wir sind seit fast sieben Jahren glücklich verheiratet!), obwohl er genauso ein Teil der Familie ist. Denn die Privatsphäre meines Kindes beginnt genau hier - sie soll nicht ständig auf meinem Blog oder auf meinem Instagramkanal gezeigt werden, ob nun von hinten, von der Seite oder mit "abgeschnittenem" Kopf. Wenn es für ein Thema doch nötig ist, ist es eben in seltenen Fällen mal so - aber bitte nicht in jedem 2. Posting und erst recht nicht, um damit Geld zu verdienen. Mein Kind ist nämlich mein Kind und Geld konnte man auch vor der Kinderzeit anders verdienen - warum also nicht auch danach?

Wie, du bist Bloggerin und fühlst dich auf den Schlipps getreten? Dann ignoriere mein Posting oder nehme es mit Humor - denn jede Frau ist anders. Ich bin nur eine Frau unter vielen anderen Frauen, aber mit einer eigenen Meinung. Du musst nicht meiner Meinung sein und es ist deine Sache, wie du mit dem Thema umgehst - genauso ist es aber auch meine Sache, wie ICH darüber denke. Danke.

Rezensionsexemplar
Fotos via pixabay


Kommentare:

  1. Ich gehöre zu den Frauen, für die Kinder eigentlich nicht im Lebensplan stehen. Ich bin 31 und ich merke, wie in meinem Freundes- und Bekanntenkreis alle plötzlich heiraten und Kinder kriegen und fühle mich regelrecht bedrängt, wenn ich mal wieder gefragt werde, wann mein Freund und ich nach 14 Jahren Beziehung endlich dasselbe tun wollen. Auch wenn man seit Jahren sagt "Garnicht." nimmt Einen irgendwie Keiner ernst. So als ob es für eine Frau garkeine Option ist, KEINE Kinder zu wollen.

    Dieser ganze Babyboom hat mir leider auch schon einige meiner liebsten Blogger geraubt, weil die plötzlich fast ausschließlich über Kinder, Erziehung, Ernährung und Babyprodukte reden.
    Und fast noch schlimmer als die Posts an sich, finde ich die Kommentare. Beim Thema Kinder glaubt irgendwie jede Frau, dass sie es am besten weiß. Und ich finde es immer unglaublich, wieviele Fehler bei einem simplen Instagrampost gefunden werden können. "Du hältst das Kind falsch.", "Warum hat das Kind das an?" oder wenn man sein Kind beim Eisessen zeigt. "Warum zerstörst du seine/ihre kleinen Zähnchen? Ein Stück Apfel ist genauso lecker." Zum Kotzen.

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  2. Hmmm, wo fang ich an... Ich bin auch Mama von zwei Kindern und glaube mir, bei mir ist auch nicht immer alles rosa rot und auch ich möchte ein ums andere Mal die Tür hinter mir zu machen und für ein paar Stunden, ach was sag ich, Tage, nur ich sein dürfen. Ich finde das was du sagst hat schon einen gewissen Wahrheitsfaktor, nur sehe ich es nicht so dramatisch wie du es beschreibst. Zum einen empfindet das Mamasein jeder anders, die eine geht in ihrer Mamarolle total auf, die andere möchte ganz schnell wieder arbeiten und Oma, Opa, Kindermädchen, wer auch immer darf die Erziehung übernehmen. Na klar gibt es viele gestellte Bilder auf Instagram, aber Instagram besteht mittlerweile ja fast nur noch aus gestellten Bildern, ob nun Kinder oder nicht und ich denke mir dabei, jeder sollte es so handhaben wie er es möchte. Du möchtest nichts mit diesen Accounts zu tun haben, oder zumindest mit dieser in deinen Augen gestellten Wir-sind-so-eine-glückliche-Familie-Welt, dann entfolge diesen Leuten doch! A weißt du ja schlussendlich gar nicht, ob da nicht doch diese absolut glückliche Familie dahinter steckt - nur weil du es vielleicht nicht so empfindest - und B denke ich, dass jeder es so handhaben muss wie er es denkt. Ich würde meine Kinder auch nicht in die Kamera halten, nicht von vorne und nicht von hinten oder wie auch immer, aber ich urteile auch nicht über die Mütter die es machen. Es ist wie mit dem Kinderkriegen und der Kindererziehung, jeder gibt jedem einen Ratschlag, ob man ihn nun hören möchte oder nicht - am schlimmsten habe ich hier immer die Nicht-Mütter empfunden! - am Ende ist es das eigene Kind auf das es ankommt. Wenn eine werdende Mama mich in den vergangenen Jahren wegen meiner Geburten gefragt hat, dann habe ich immer nur gesagt 'Höre auf dein eigenes Bauchgefühl und lass dir von niemandem etwas einreden.' Und genauso sehe ich es mit allen anderen Dingen auch, jeder muss am Ende für sich entscheiden und auch glücklich mit seiner Entscheidung werden... und in Bezug auf Instagram haben wir als Erwachsene die freie Entscheidung solchen Accounts zu folgen oder eben nicht. Ich selbst folge einigen von ihnen - ich hatte zwei tolle Schwangerschaften und würde am liebsten noch einmal schwanger sein, nur danach ohne Kind ;) - weil ich innerlich mitfiebere und mich, wenn der Tag gekommen ist, über dieses kleine Bündel Wunder freue. Ich folge auch einigen Mama Accounts, die mit Kindern von vorn und von hinten, einfach weil ich es spannend finde, wie andere den Alltag angehen. Dabei hab ich aber noch nie darüber nachgedacht wie gestellt das doch alles ist, vielleicht folge ich aber auch nur denen, bei denen ich zumindest das Gefühl habe, das sie es ernst meinen was sie sagen und zeigen... Jedem das Seine! Leben und Leben lassen! <3

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    1. Ich denke, du hast hier das Konzept des Spcial Medias nicht verstanden - dazu gehört für mich auch das Bloggen. Was wäre ein Blog ohne seine eigene Meinung? Was wäre dieses Leben, wenn Jeder nur sagt "Wenn es dir nicht gefällt, dann schaue weg"? Dann sind wir in einer Gesellschaft, die sich den Rücken kehrt, wo Jeder sich nur seinen Teil denkt und den Mund hält. Ich verbiete mit meinem Artikel Niemandem, die Heile-Welt-Bilder anzusehen, doch es muss erlaubt sein, dass ich auf MEINEM Blog MEINE Sichtweise dazu niederschreiben kann, genauso wie die "anderen" Mütter auf ihren Accounts ihr Leben schildern - nicht mehr und nicht weniger.
      Traurig finde ich es eher, wenn man keine Meinung haben darf und sich nicht traut, seinen Mund aufzumachen - in der heutigen Zeit leider ein großes Problem, wie ich es auch hier in diesem Posting sehe. Leute haben mich privat angeschrieben, mir gesagt, dass ich ihnen damit aus der Seele gesprochen habe - öffentlich dies zu kommentieren trauen sie sich aber nicht. Ist das nicht traurig? Ist das nicht schlimm?
      Du sagst "leben und leben lassen" - genau das mache ich. Doch dazu gehört auch: schreibe und lasse andere schreiben, wie sie möchten - auch wenn diese Meinung nicht so populär ist. ;-)

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    2. Na klar, ich sag ja nicht das du das was du sagst nicht äußern darfst, um Gottes Willen, das würde ja komplett gegen das sprechen was ich geschrieben habe. Aber vielleicht hast du nicht nur das aus meinen Zeilen heraus gelesen. Ich bin wie gesagt auch eine Mama und ganz sicher keine Übermama und auch ich steh nicht auf dieses Konkurrenzgehabe, was aber sicher auch aus meinen Worten hervor geht. Das sollte ganz sicher kein Angriff gegen dich oder das was du schreibst sein, sondern eben nur meine Sicht der Dinge und für mich hat das auch nichts mit Wegsehen zu tun, aber ich kann ja niemandem meine Meinung aufzwingen, denn ich möchte ja auch nicht, wenn es jemand bei mir macht. Ich Leben mein Leben nach meinen Werten und meinen Vorstellungen und erziehe auch meine Kinder danach, wenn mir jetzt jemand sagen würde 'Also so wie du das machst, geht das gar nicht!' Würde ich denken 'Geht´s noch?!' Das ist auch nicht böse oder dergleichen gemeint und leider kann man geschriebene Worte nur lesen, ohne den Unterton zu haben, aber es handelt sich eben einfach nur um meine Sicht auf die Dinge, ohne Wertung, nur als Mama, Bloggerin und Instagramerin, die sich aussucht, welche Bilder sie sehen möchte und welche nicht. Was ich dazu noch sagen möchte, ich bin ganz sicher niemand der vor irgendetwas die Augen schließt, würde ich irgendwo Kindesmisshandlung erkennen - ja, ich weiß man könnte sich jetzt auch an dieser Stelle streiten, ob das vor die Kamera zerren eines Kindes nicht auch Kindesmisshandlung darstellt - würde ich ganz sicher meinen Mund aufmachen! Wenn ich wollte, könnte ich zumindest meine Kleine jeden Tag vor die Kamera halten, weil sie es selbst so gerne möchte und immer wieder neben mir steht und fragt, ob ich nicht auch ein Foto von ihr machen kann und mein Sohn hat mich neulich gefragt, ob er sich auch bei Instagram anmelden kann, er ist 10 und es war klar, das weder noch für mich in Frage kommt! Wie du selbst eben sagst, jeder hat eine Meinung und bei so vielen Menschen auf diesem Planeten gibt es so einige unterschiedliche, ob sie nun richtig sind oder nicht und ich sage nicht, das meine Meinung die einzig wahre ist, sie ist nur EINE Meinung!

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    3. Ich denke, da sind wir uns in einigen Dingen einig - und die Dinge, die es nicht sind, sind auch nicht weiter schlimm, dafür gibt es eben unterschiedliche Ansichten. Was mir nur auf den Keks geht, ist diese Schlaumeierei. Wie oft gibt es "Shitstorms" unter vermeintlich harmlosen Bildern. Die Mutter gibt dem Kind etwas Ungesundes zu essen (oh nein!), wieso hat dein Sohn lange Haare, das macht man doch nicht (original unter einem Instagrambild gelesen!) - die Liste lässt sich endlos fortführen. Manch teils frisch gebackene Mutter hält sich für einen absoluten Profi auf dem Gebiet der Babywelt und schon wird sich gegenseitig angezickt. Ich gehe diesen Dingen aus dem Weg, mache es so, wie ich es für richtig halte und behalte es dann eben auch gern für mich.

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    4. Ich danke auch, dann sind wir uns ja einig ;)
      Aber du hast eben einen ziemlich provokanten Beitrag geschrieben und provokante Beiträge regen zur Dikussion an und auch dafür sind Blogs schließlich da ;)
      Das Rumgezicke, da gebe ich dir vollkommen Recht, ist grundsätzlich totaler Mist, aber das sind meist Frauen unter Frauen, ob mit Kind oder ohne, da gönnt die einer der anderen die Butter auf dem Brot nicht. Da habe ich andere Dinge im Real Life an denen ich mich abreagieren kann, wenn mir was quer hängt - meistens muss mein Mann für solche Zickereien herhalten und der verträgt es *lach*

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  3. Hallo,
    Jetzt ist mein erster langer Text weg. Ok nochmal in Kurzfassung.
    Einerseits wird Dir gesagt Du sollst wegsehen, wenn es Dir nicht passt, andererseits bekommst Du ja auch Kommentare zu Deinem Post. Also wer den Post provokativ empfindet, kann ja auch wegklicken. Da ist es aber wiederum ok zu diskutieren? Einerseits wird sich über Formate wie GNTM aufgeregt, dabei ist Instagram viel schlimmer. Da wird suggeriert, dass es wichtig ist, wenn Babys zig Sneaker besitzen und die Mutti mit Ihrer LV auf dem Markt das frische Biogemüse einkauft und so weiter. Kinder und Privatleben werden vermarktet, aber natürlich nicht wegen dem Geld...das schlimme ist, dass man natürlich empfänglich für solche Dinge ist, auch wenn man eigentlich intelligent genug ist, um zu wissen, dass es nicht das reale Leben wiederspiegelt. Aus diesem Grund überlege ich auch Instagram zu löschen. Man hat einfach das Gefühl, viele Blogger geilen sich dran auf, wenn kleine Mädels schreiben wie toll und hübsch sie doch sind und was für tolle Mamas. Braucht man das wirklich für das Selbstvertrauen. Und wehe es kommt mal was kritisches. Das ist dann Neid oder Hate. Ich habe zwei Kinder und ich hoffe, dass ich meiner Tochter genug Selbstvertrauen mitgeben kann, damit sie sich davon frei machen kann. Ich konsumiere auch gern und liebe meine Prada, aber ich finde es nimmt inzwischen kranke Ausmaße an. Danke für den Post. Ich hoffe das war jetzt nicht zu wirr, mir schwirren nur tausend Gedanken zu dem Thema im Kopf rum. Viele Grüße Dani

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    1. Hallo Dani, du hast genau erfasst, was ich mit dem Posting sagen wollte. Ich finde, wenn man wie ich jahrelang Postings in die Welt bläßt, kann man auch mal über etwas schreiben, was nicht dem Mainstream-Geschmack entspricht und Manche vielleicht sogar aufregt.
      Das liebe Instagram - ich bin mit meinem Handy NIE online, ich habe ein Programm auf meinem Laptop, das die Postings für mich nach meinen Eingaben auf Instagram stellt. Daher kriege ich Gott sei Dank dort nicht allzu viel mit, da die Möglichkeiten auf einem Laptop nicht sehr groß sind (keine Direktnachrichten, keine Insta-Stories - was ist das überhaupt? :D). Mein Handy liegt manchmal eine Woche lang in irgendeiner Tasche, bis ich mal auf die Idee komme, dass es mal wieder geladen werden muss. :D Aber ich lese etwas Twitter und schaue natürlich auch auf manchen Blogs vorbei und das hat schon gereicht, um so einen schalen Beigeschmack zu bekommen.

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  4. Ich mag deinen Beitrag :-)
    Ich bin zweifache Mutter und ich hatte auch in beiden Schwangerschaften ziemlich zu kämpfen. In der ersten noch ein bisschen mehr, weil ich auf vieles einfach nicht vorbereitet war. Genauso wenig auf die Komplikationen bei der Geburt und dass es mir so schlecht ging danach.
    Ich habe mich geschämt, weil ich nicht sofort nach der Geburt die rosarote Brille aufhatte... Aber das ist das Bild was man so hat. Die Mutter empfindet sofort die große Liebe.

    Ich habe auf meinem Blog nie meine Schwangerschafte oder die Kinder thematisiert. Bei Instagram habe ich ganz zu Anfang ein paar Bilder gezeigt, aber das war es auch schon.
    Einige Blogs, die ich früher so gern gelesen, sind zu Mamablogs geworden, was mich ziemlich langweilt. Ich habe die Blogs zwar nicht auf meiner Liste gelöscht, aber lesen tu ich die meisten Beiträge nicht.
    Beauty ist weiterhin mein Hobby, mein bisschen für mich, daher habe ich mich auch mit Baby immer geschminkt. Das war und ist mir wichtig. Die Kiddies haben schon genug Platz eingenommen ;-)

    Ich denke mir auch oft meinen Teil, wenn man von manchen Kindern das ganze Leben verfolgen kann oder auf Blogs nur noch gesponserte Baby-Beiträge findet. Aber letztendlich soll jeder machen wie er will. Gibt ja genug Leute, die sowas mögen.

    Ich habe nie bereut, meine Kinder bekommen zu haben. Aber es gibt durchaus Tage, wo ich mich gerne irgendwo verstecken möchte ohne auch nur einmal 'Mama? Maaaamaaa!' zu hören.

    LG
    Faye

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  5. Stimme dir sowas von zu. Da ich selber keine Kinder habe, nerven mich alle Beiträge zu diesem Thema ziemlich... und Instagram treibts dann auf die Spitze, hat letztendlich dazu geführt dass ich mich dort komplett abgemeldet habe. Ja, ich weiß, ich bin die Ausnahme mit null Kinderwunsch, aber es gibt doch ein paar da draußen die auch so ticken:)
    Lg, Alice

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