Freitag, 28. Dezember 2018

Alles neu macht der Januar: Meine Challenge im neuen Jahr - Veganuary


Im neuen Jahr möchte ich mal etwas Neues versuchen und wollte Euch heute davon erzählen: als Challenge für mich selbst möchte ich mich der Veganuary-Bewegung anschließen und (fast) einen Monat lang weitestgehend auf tierische Produkte verzichten. Ich mag einfach Herausforderungen und mit dieser bin ich darauf angewiesen, mal wieder etwas über den Tellerrand hinauszugucken und neue Wege zu einem leckeren Gericht zu gehen.

Ihr seht schon die vielen Ausnahmen, die ich zuvor eingebaut habe, aber damit einher gehen viele Bedenken meinerseits:
* Schaffe ich das überhaupt?
* Will ich auf alles verzichten, was ich bis jetzt gerne und häufig esse?
* Welche Vorteile bringt eine vegane Ernährung?
* Welche Nachteile hat sie auch?

Da ich von einer konventionellen Ernährung mit Fleisch und Milchprodukten komme, möchte ich mir selbst nicht zu viel Druck machen, penibel darauf zu achten, dass alles strikt vegan ist. Ich möchte auch hin und wieder mal Käse, Joghurt oder Quark essen, aber ich plane, es deutlich zu reduzieren und auf jeden Fall einen Monat ohne Fleisch, Geflügel und Fisch zu leben. Ich habe auch schon für den Großteil des Monats einen Essensplan gemacht und ich habe nur zwei Gerichte mit nicht-veganen Komponenten (Käse) in meiner Liste.

In der Vorbereitung auf diesen Monat habe ich bereits einiges gelesen und mich schlau gemacht, ob es Alternativen gibt, die mir eine Umstellung leichter machen. Deswegen stehen in meinem Kühlschrank bereits Mandeljoghurt, veganer Frischkäse und Soja-Kokosjoghurt, die schon vor dem Start am 01. Januar darauf warten, ausprobiert zu werden.

Was könnt ihr von mir im Veganuary erwarten?
In der Zeit vom 01. - 24. Januar werde ich Euch auf Instagram täglich zeigen, was ich esse. Damit hoffe ich, Euch zu inspirieren und vielleicht sogar mitzuziehen. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine Art Kontrollmaßnahme für mich selbst, damit ich das auch durchziehe. Warum ich nur bis zum 24. Januar mitmache? Danach hat mein Mann Geburtstag und da kann ich ihm natürlich nicht das feinste Festmahl vorenthalten, das er sich wünscht. :) Im Laufe des Monats und in den Monaten danach werde ich die Rezepte, die ich koche hier nach und nach mit Euch teilen und hoffe, dass sie Euch gefallen. Mit jedem neuen Blogpost versuche ich Euch auch, eine Zutat und ihre Bedeutung in der veganen Küche näherzubringen. Auf Instagram werde ich auch den ein oder anderen Zubereitungsschritt zeigen.

Was wird es von mir nicht geben?
Wie schon erwähnt: es wird keine strikte vegane Ernährung werden, aber ich pushe mich so weit wie möglich. Darüber hinaus werdet ihr auch auf gar keinen Fall irgendwelche Belehrungen bekommen, was ihr zu essen habt oder eben nicht. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum sich viele Menschen ohne tierische Produkte ernähren und ich möchte mit meinem "gefährlichen Halbwissen" keinem den für mich richtigen Weg vorschreiben.

Am Ende des Tages erhoffe ich mir einfach, etwas Neues kennenzulernen und, wer weiß, vielleicht überzeugt mich diese Zeit ja so sehr, dass ich mir eine verlängerte Phase danach bzw. eine komplette Umstellung auf eine vegetarische/vegane Ernährung vorstellen kann. Und ich hoffe, dass ich Euch inspirieren kann, auch mitzumachen und ich freue mich schon jetzt auf einen regen Austausch über die verschiedensten Social Media-Kanäle.

Wer jetzt schon mal loslegen möchte, dem kann ich meine bereits veröffentlichten veganen Rezepte nur wärmstens ans Herz legen:
Süßkartoffel-Fajitas mit Sriracha-Mayonnaise
Vietnamesische Sandwiches - Banh Mi
Tomaten-Kürbis-Suppe
Eintopf mit Butternutkürbis

Gerne könnt ihr mir auch heute schon einen Kommentar oder Eure liebsten Rezepte dalassen. Ich freue mich auf alles :)

Viele Grüße,

Kommentare:

  1. Hallo Linda,

    allein den Titel zu lesen, hat mich unglaublich glücklich gemacht! Ich freue mich immer total, wenn Menschen anderen Ernährungsweisen mal eine Chance geben. Aufgewachsen bin ich auch mit klassischer omnivorer Ernährung. In der Oberstufe hatten dann gefühlt 50% meiner Freunde auf Vegetarismus umgestellt, ich habe mich viel mit der unhaltbaren Gewalt der Fleischindustrie und deren ökologischen Folgen beschäftigt und auch nahezu ausschließlich vegetarisch gelebt. Allerdings hat mir Fleisch immer gut geschmeckt, sodass ich es bei meinen Eltern doch noch gegessen habe. Selbst zubereitet habe ich es nicht mehr, um durch meine Kaufentscheidungen diese Industrie nicht zu unterstützen, auswärts aber doch Tierprodukte konsumiert. Weil es einfacher ist.

    Seit diesem Jahr essen mein Freund und ich zu Hause vegan, auswärts vegan-vegetarisch. Sich so zu ernähren ist wirklich nicht schwer, sobald man ein paar Grundlagen verstanden hat. Das größte Problem ist die soziale Komponente. Plötzlich ist man ein ernährungstechnischer Problemfall, bekommt Gemüsewitze zu hören, jeder ist auf einmal Ernährungsexperte und möchte einem erzählen, was für eine furchtbare Mangelernährung man da durchführen würde. Ich bin selbst Ärztin und muss mich immer sehr zurückhalten, die Menschen nicht einfach nur mit Fakten zu konfrontieren, denn Menschen diskutieren häufig vor allem basiert auf Emotionen. Jede Ernährung kann eine Mangelernährung sein, wenn man nicht weiß, was man in sich rein tut.
    Veganismus ist - wenn man ein bisschen strukturiert ran geht und nicht nur Spaghetti mit Tomatensauce sondern ausgewogen isst und Vit. B12 supplementiert - eine in meinen Augen sehr gesunde und vor allem nachhaltige Ernährungsweise. Unsere Gier nach Fleisch, Milch und Eiern zerstört unseren Komponenten ganz unabhängig von jeder ethischen Komponente. Die Zahlen variieren, doch wusstest du, dass mehr als die Hälfte der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase durch Tierhaltung produziert werden? Da hilft es auch nicht, den Diesel abzuschaffen, wenn weiterhin kein Bewusstsein für die Problematik der Tierprodukte besteht.

    Veganismus löst in meinen Augen viele aktuelle Probleme. Man muss nur gut drüber nachdenken, wem man davon erzählt, da man sonst regelrecht Beleidigungen an den Kopf geworfen bekommt. Also rede ich darüber fast gar nicht und bringe stattdessen einfach z.B. einen pflanzlichen Kuchen/Salat etc zu sozialen Runden mit.

    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg für deine Ernährungsumstellung im Januar!
    Falls du doch noch Inspiration brauchst, sind hier zwei meiner liebsten Kochblogs:
    https://www.veganguerilla.de/
    https://minimalistbaker.com/
    Für weitere Fakten über die ernährungsphysiologischen Aspekte der veganen Ernährung kann ich den Youtube Kanal von Niko Rittenau nur empfehlen:
    https://www.youtube.com/channel/UCy828Y1Z2lhA7RcC6OZffZA

    Liebe Grüße,

    Apfelkern

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    1. Hallo Apfelkern,

      wow, danke für deinen sachlichen und informativen Kommentar! Darüber habe ich mich sehr gefreut!

      Deinen Spagat zwischen vegan zuhause und vegan-vegetarisch unterwegs finde ich gut, denn auch in Großstädten ist es teilweise heute immer noch nicht selbstverständlich, dass man auf alle großen Ernährungsweisen eingeht.

      Das mit der sozialen Komponente kann ich absolut nachvollziehen! Ich hatte schon mal vor einiger Zeit versucht, für zwei Wochen vegetarisch zu leben und habe das auch in meinem Umfeld so mitgeteilt. Da gab es schon so einige Kommentare, viele auch, bei denen ich den Kopf geschüttelt habe ("Ich kann auch vegetarisch leben! Ich filtere dann einfach den Speck aus der Specksauce raus!"). Ich denke einfach, dass die Denke (gerade bei der Nachkriegsgeneration) immer noch sehr einseitig und fleischesgetrieben ist. Da stößt so ein Vorhaben natürlich schon mal schnell auf Unmut. Auf der anderen Seite gibt es dann aber auch die militanten Veganer, die bei einer sachlichen Diskussion schnell mal ein Peta-Video von Massentierhaltungen auf den Tisch liegen. Ich war vor einiger Zeit auf einem veganen Kochevent eingeladen und da waren viele dabei, denen es egal war, wie ich mich ernähre, es gab aber auch einige Gäste, die mit der Nase rümpften, wenn man sich als konventioneller Esser herausstellte.

      Bei The Minimalist Baker habe ich mir auch schon einige Inspirationen geholt und bei Vegan Guerilla und deiner YouTube-Quelle schaue ich in den nächsten Tagen mal vorbei! Vielen Dank dafür!

      Liebe Grüße,
      Linda

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